Saturday, January 20, 2007

10. Aufgabe: Geschichte- Online

www.geschichte-online.at ist ein Projekt, das vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und dem Institut für Geschichte der Universität Wien in den Jahren 2002- 2004 ausgearbeitet wurde.
Finanziell wurde Geschichte-Online vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Zuge der Initiative „Neue Medien an den Universitäten und Fachhochschulen“ gefördert.

Den Schwerpunkt von Geschichte-Online bilden 5 Module:

Wissenschaftliches Arbeiten

Das Modul wissenschaftliches Arbeiten vermittelt wissenschaftstheoretische Grundkenntnisse. Eine Liste macht den User mit Einführungsliteratur zum Thema Quellenkritik, Historische Hilfswissenschaften, Themenfindung, Thesenbildung, Zitierregeln und schriftliches Arbeiten vertraut. Zudem finden sich äußerst nützliche Hinweise und Übungen zum Lesen der Kurrentschrift.

Literatur- und Informationsrecherche

Dieses Modul gliedert sich in zwei Submodule. Im Modul Literaturrecherche erhält man eine Einführung in den Umgang mit National-, Landes-, Universitäts- und Institutsbibliotheken.
www.clio-online.de erweist sich hier wegen seines ausgezeichneten Institutsverzeichnisses als besonders nützlich.
Unter dem Menüpunkt Informationsrecherche finden sich eine Reihe von Informationen zu klassischen Quellen, musealen Objekten und digitalen Daten.

Geschichtsdidaktik

Das Modul Geschichtsdidaktik gibt einen sehr genauen Überblick über die Organisation, die Bildungsziele und die Lehrpläne der österreichischen Schulen.

Hypertextcreator

Das Herzstück von Modul 4 ist eine datenbankbasierte Lehr- und Lernsoftware, die LehrerInnen wie StudentInnen helfen soll Inhalte medienadäquat aufzubereiten.
Leider konnte zum Zeitpunkt meines Zugriffs auf die Seite keiner der Prototypen geöffnet werden. (Schade!)

Lehreinheit „Zitat, Zitierregeln, Anmerkungen“

Diese Lehreinheit gestaltete sich für mich beim ersten Versuch äußerst schwierig, da ein komprimiertes Geflecht von Wörtern darauf wartete entwirrt zu werden. Ich denke es ist für einen Anfänger sicher leichter in einem eigenen Text selbst zu zitieren als einen fremden hinsichtlich der fehlenden Zitate auszubessern. Mit der Zeit wird diese Aufgabe am Bildschirm für die Augen allerdings anstrengend. Dazu kommt noch, dass man leicht einen Fehler übersehen kann und das Programm dazu noch sehr streng die Regeln befolgt.
Alles in allem fand ich es auch aufgrund des Textes von Adam Wandruszka recht ansprechend.

Tuesday, January 16, 2007

9. Aufgabe: Geschichte im Netz

"Geschichte im Netz- Praxis, Chancen, Visionen" ist ein Text von Prof. Wolfgang Schmale, der sich mit Praxisformen von Geschichtswissenschaft und deren Potentialen beschäftigt.
Schmale steht auf dem klaren Standpunkt, dass die Nutzung des Web für die Geschichtswissenschaft sinnvoll ist. Er ist sich allerdings sehr wohl im klaren darüber, dass er damit ein Minderheitenprogramm vertritt, da die meisten Seiten mit geschichtlichem Inhalt von interessierten Laien geschrieben sind, deren Anzahl kaum mehr überschaubar ist.
Das Internet kann von jedem, auch von Radikalen aller Art benützt werden, um Geschichtsklitterung zu betreiben.
Natürlich gibt es auch ein breites Spektrum an bemerkenswerten heimat- oder regionalgeschichtlichen Seiten, aber in der enormen Anzahl dieser Angebote finden sich natürlich auch solche von übler Qualität.
Geschichtswissenschaftliche Seiten im Netz modifizieren das traditionelle System der Kommunikation in diesem Fach und sorgen für eine gegenseitige Beeinflussung von alten und neuen Medien. Beim Verfassen von Texten ist darauf zu achten, dass diese medienadäquat geschrieben sind, d.h. kurz und präzise.
Die Zahl von 1.500 Zeichen soll dabei nicht überschritten werden.

Mit der Verbreitung des Web geht eine Multiplizierung klassischer Publikationsformate einher, eine Entwicklung die sich speziell in der größer werdenden Zahl von Fachzeitschriften und Monographien mit kleiner Auflage ausdrückt.

Die Geschichtswissenschaft unterliegt durch das neue Medium Internet einem Transformationsprozess, der sich an 6 Beobachtungsfeldern festmachen lässt:

*) Beschleunigung der Kommunikation und die Verlagerung von Wissen ins Netz
*) das Publizieren im Netz ermöglicht den Zugriff für einen potentiell größeren Personenkreis
*) Multimedialität
*) der Druck interdisziplinär zu forschen erhöht sich
*) E-learning steigert die Effektivität des Lernens
*) die Einzelperson als Autorität tritt einem Kollektiv gegenüber in den Hintergrund

Visionen

Bei der Verbreitung des Web handelt es sich um die Intensivierung des Individualisierungsprozesses bei dem paradoxerweise auch das Kollektiv gestärkt wird.

Fazit

So sehr ich mir wünsche, dass eine große Anzahl von geschichtswissenschaftlichen Instituten ihre Forschungsleistungen im Internet frei zugänglich machen, bin ich mir –obwohl Prof. Schmale diesen Aspekt in seinem Text nicht erwähnt- jedoch darüber im Klaren, dass letzten Endes der Drang des Menschen zur „Wirtschaftlichkeit“ den Sieg davontragen wird. Das heißt nichts anderes, als dass man für den Zugriff auf diese Seiten bezahlen wird müssen.
Eine kommunistische Wissens- und Informationspolitik, die geistiges Eigentum von Spezialisten der Allgemeinheit zugänglich macht, wird es in diesem Zeitalter nicht geben.

„Für die Nachfahren der 68er mag da wohl ein Traum von zivilisatorischem Fortschritt zerplatzen, aber es ist nun mal eine Tatsache, dass die Welt nicht so ist, wie sie gar nicht sein kann.“ (Lothar Höbelt)

8. Aufgabe: Bloggen

Gasteiner, Martin/Krameritsch Martin: Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2.Aufl.,Wien 2006 (UTB), S.243-271


Wenn man den Nationalratswahlkampf 2006 auch im Internet verfolgt hat, dann ist einem schnell klar, welch wichtige Rolle Weblogs von Politikern bei der Kommunikation mit dem (Jung-)Wähler bereits einnehmen. Anders als in der Politik spielen Weblogs im Studium, ganz speziell bei der Publikation von wissenschaftlichen Texten eine noch unbedeutende Rolle.

Begreift man diese neue Präsentationsmethode jedoch als Möglichkeit den informellen Lernprozess zu fördern, so gelangt man zur Erkenntnis, dass hier eine enorme Erleichterung beim Wissensaustausch erreicht werden kann. Der Siegeszug der „kurzen Form“, der sich mit der intensiven Nutzung des Computers einstellte, erfordert jedoch einen besonders prägnanten, konkretisierenden, ja wenn nicht aphoristischen Schreibstil.
Zur Zeit sind lau einer Schätzung von
www.blogherald.com 70 Millionen Blogs weltweit online.

Definition

Unter einem Weblog versteht man eine regelmäßig aktualisierte Webseite, die eine Mischung aus persönlicher Homepage und einem Forum darstellt (=Web+Logbuch).
Besonders von Vorteil ist dabei, dass keine Programmierkenntnisse bei der Gestaltung von Weblogs vonnöten sind. Die publizierten Texte sind außerdem wie bei einem Tagebuch rückwärtschronologisch aufgelistet.

Vorteile

Weblogs können die Kommunikation mit Studienkollegen erleichtern, wenn es um Fachfragen zu bestimmten geschichtswissenschaftlichen Lehrinhalten geht. Die Kommentarfunktion ermöglicht einen Dialog, der zu einer starken Vernetzung führen kann.
Prof. Schmale versteht das Führen von Online Journalen als Manifestation eines Bewusstwerdungsprozesses, der durch Interaktion angetrieben und verstärkt wird.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass man sich auch im Internet der Wissenschaftlichkeit verpflichtet ist. Die genaue Quellenangabe und das korrekte Zitat zählen zum Berufsethos des Historikers.

Arten von Weblogs

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Weblogs. Für Neulinge empfiehlt es sich einen Blog bei einem „Host“ einzurichten, z.B. bei
www.blogger.com
Des Weiteren besteht für Fortgeschrittene die Möglichkeit einen opensource-weblog auf einem eigenen Serverplatz einzurichten, z.B. bei www.wordpress.de


Fazit

Weblogs können mit Sicherheit die Fachkommunikation zwischen den Studenten erhöhen. Damit eine stärke Vernetzung der Studenten erfolgt, müsste man aber die Veröffentlichung von Kur- oder Seminararbeiten in Weblogs verpflichtend festlegen. Eine Blogosphäre, die ein ganzes Institut umfasst würde ungeheuer dazu beitragen interdisziplinäre Ansätze zu weiter zu verfolgen.
Es muss aber auch klar sein, dass der Dialog in einem Blog kein Ersatz für ein reales und intaktes soziales Umfeld ist.

Tuesday, December 05, 2006

7. Aufgabe: Hypertext

Gasteiner, Martin/Krameritsch Jakob: Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2. Aufl., Wien 2006 (UTB), S.243-271.


In diesem von Martin Gasteiner und Jakob Krameritsch verfassten Text geht es um die Nutzungsperspektiven, die „Hypertext“ Historikern aufzeigen kann.
Was genau ist denn eigentlich „Hypertext“?
Als Hypertext bezeichnet man eine Folge von computerverwalteten und unsequenzierten Texten, die völlig neue Lern- und Präsentationsmöglichkeiten eröffnen. Bekanntere nichtlineare Formen des Schreibens als Hypertext sind z.B. das Führen eines wissenschaftlichen Journals oder das Anlegen eines Zettelkataloges. Ein wissenschaftliches Journal ist aber im Gegensatz zum Hypertext streng chronologisch und erlaubt keine Vernetzung. Genau in diese Lücke stoßen Hypertextsysteme, indem sie mit Hilfe von „Links“ eine starke Verknüpfung mit einer großen Anzahl von thematisch zusammenhängenden Informationen ermöglichen. Der User kann sich „kreuz und quer“ durch ein Textuniversum lesen und innerhalb kürzester Zeit verschiedene perspektivische Betrachtungsweisen zum behandelten Thema erlangen, läuft aber Gefahr sich in der unendlichen Weite zu „verlieren“.
Daher ist bei der Gestaltung von Hypertexten eine Kohärenzplanung unbedingt vonnöten, da nur kohäsiv geschlossene Texte eine thematische Präzisierung erlauben. Diese Texte sollten grundlegend nicht mehr als 2.500 Zeichen umfassen, da die Mehrzahl der Menschen anstrengendes Lesen am Computer scheut.

Da Hypertext von sich aus eine stark dezentralisierte, nichtlineare und entchronologisierte Struktur besitzt, bietet sich hier die Gelegenheit mehrere Autoren für das Verfassen von Beiträgen heranzuziehen. Das Schreiben im Team ist hier das Essentielle.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen

*) Monosequenzierten Texten mit einem kontinuierlichen Leseweg (Romane, Krimis, wissenschaftliche Monographien)

*) Mehrfachfrequenzierten Texten (wissenschaftliche Handbücher, Reiseführer, Kochbuch)

*) Unsequenzierten Texten ( HYPERTEXT, Zettelkasten)

Beispiele für extrem vernetzte unsequenzierte Texte sind das Internet-Portal
http://www.pastperfect.at/ (nähere Beschreibung siehe Aufgabe 6) und das Internet Lexikon http://www.wikipedia.org/ mit über 100.000 Artikel in 100 verschiedenen Sprachen.

Fazit

Hypertext ist sicherlich für denjenigen, der mit einem Content Management System (CMS) umgehen kann, eine tolle Sache, allerdings muss nicht alles, was sich in diesem theoretischen Text gut anhört auch in der Praxis für jedermann den selben Nutzen haben. Ich persönlich sehe Hypertext eher als Möglichkeit einen Überblick –der durchaus auch vielschichtig sein kann- über ein bestimmtes Thema zu geben. Die Stärke dieses Textsystems liegt sicher in der Präsentation. Um beim Lernen für Prüfungen Anwendung zu finden, ist die Sache wohl zu zeitaufwendig.

Tuesday, November 28, 2006

6.Aufgabe: Analyse von pastperfect.at

Beschreibung

Das Internet-Portal www.pastperfect.at versteht sich als interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Zeitalter der Reformation und der Renaissance.
Mit Hilfe von mehr als 700 Texten von 60 verschiedenen Autoren soll der User einen tieferen Einblick in die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und technischen Gegebenheiten dieses Zeitalters gewinnen. Past Perfect wurde gestaltet in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien und VanGogh TV. Als Leiter des Projektes fungiert. Prof. Dr. Wolfgang Schmale.


Rundgang


Obwohl die Gestaltung der Seite auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheint, gibt das Portal nach einigem Ausprobieren Stück für Stück seine Geheimnisse preis. Zugang zu den mannigfaltigen Informationen und Themenkreisen bieten im Wesentlichen 4 Herangehensweisen:

*Durch Drehen oder Anklicken des Zeitrades kann man sich entlang des Zeitstrahles vor oder zurück bewegen.

*Die Suchfunktion ermöglicht blitzschnelle Informationssuche anhand von Stichworten.

*Die Themenfelder Musik, Wissenschaft, Geist, Entdeckungen, Medien, Frau, Gesellschaft, Religion, Kultur und Literatur ermöglichen den Zugriff auf ein breites Spektrum an epochenspezifischer Information.


*Last but not least lohnt sich das Herumwandern mit dem Cursor auf der Landkarte.


Zugänge

Als eher visuell veranlagter User findet man mit Hilfe der Landkarte am augenscheinlichsten zu den Informationen, da diese graphisch an mit einem bestimmten Ort, einer bestimmten Stadt in Verbindung steht. Eine zweite Möglichkeit sich genauer über die einzelnen geschichtlichen Aspekte zu informieren, bietet die Menüleiste am oberen linken Rand der Landkarte. Diese Menüleiste gliedert sich in die Punkte Ereignisse, Kontexte, Rezeption, Reflexion und Verlauf.

Unter der Rubrik Ereignisse findet man z.B. Informationen zur 1493 in Nürnberg geschaffenen Schedelschen Weltchronik.

Rezeption

Der Menüpunkt Rezeption hat die Aufgabe versucht die Wandlung von verschieden Begriffen und Ideen anhand eines Zeitstrahls anschaulich zu machen. So zeigt Prof. Schmale anhand der verschiedenen Interpretationen der „Jungfrau Europa“, dass Kunstwerke geistesgeschichtlich im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich vereinnahmt werden können.

Reflexion

Der Menüpunkt Reflexion bietet Medienwissenschafter die Möglichkeit durch Essays und Erfahrungsberichte einen interdisziplinären Meinungsaustausch mit der Geschichtswissenschaft zu betreiben. Dadurch soll zu neuen Assoziationen und damit verbundenen Fragestellungen angeregt werden.

Wissenschaftlichkeit

Obwohl von Wissenschaftern gestaltet, bewegt sich pastperfect.at in einem Graubereich zwischen wissenschaftlicher Detaildarstellung und populärwissenschaftlicher Präsentation.
Das Fehlen von Fußnoten und Literaturhinweisen spricht eher für letzteres.

Didaktische Prinzipien

Past Perfect versucht mit Hilfe von zahlreichen links zu vernetztem Denken anzuregen.
Von der Gestaltung her betrachtet erweckt pastperfect.at den Eindruck für keine spezifische Altersgruppe konzipiert worden zu sein.

Fazit

Wie bereits oben erwähnt, fällt es anfangs etwas schwer sich in diesem Portal zu orientieren. Man ist sozusagen gezwungen die geschichtliche Landkarte Europas von 1492-1558 auf eigene Faust zu erkunden. Bei diesem „Sich-Vorwärts-Tasten“ stößt man mitunter auf äußerst interessante Sichtweisen und geschichtliche Details, die in gängigen Überblicksdarstellungen kaum Beachtung finden. Die Menügestaltung wird jedoch mit der Zeit etwas anstrengend.

Monday, November 20, 2006

5.Aufgabe: Analyse von Historicum.net

Historicum.net

Historicum.net versteht sich als „Netzwerk“ für die Geschichtswissenschaft an dem wissenschaftliche Institutionen, freiberufliche Historiker und auch „Privatleute“ teilnehmen können. Die Idee zu diesem Projekt wurde in München und Köln geboren. Die Seite bietet in einheitlichem Layout Zugriff auf die verschiedensten Themen. Träger dieser Plattform ist der Verein „historicum.net- Geschichtswissenschaften im Internet e.V.", der auch die parallel laufenden Projekte
http://www.sehepunkte.de/ und http://www.zeitenblicke.de/ betreut. Vorsitzende des Vereins ist Gudrun Gersmann. Zu Förderern des Projektes zählen die Universität zu Köln, die Bayerische Staatsbibliothek und die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2006 hatte die Seite
http://www.historicum.net/ ca. 600.000 Zugriffe.

Aufbau von historicum.net

Die Seite selbst hat fünf Hauptmenüpunkte (Home, Themen, Länder, Recherche, Lehren & Lernen).

Home

Home ist die Startseite von historicum.net und bietet einen kurzen Überblick über das Themenangebot dieses Portals. Weiters versucht dieser Menüpunkt den User auf zahlreiche neue Themen, lexikalische Einträge und Forschungsergebnisse aufmerksam zu machen. So kann man z.B. das Inhaltverzeichnis einer Magisterarbeit mit dem Titel „Der Werwolf“ abrufen.

Themen

Dieser Menüpunkt ist als Einstieg in die Epochendarstellungen und die damit verbundenen Themata gedacht.
Bis jetzt gibt es 16 solcher Themenschwerpunkte.
Zu ihnen zählen

Hexenverfolgung, Jüdische Geschichte, Schwabenkrieg, Reformation, Bauernkrieg, Achtzigjähriger Krieg, Friedensverträge der Vormoderne, Medien und Kommunikation, Pompadour und ihre Zeit, Französische Revolution, Napoleon Bonaparte, Risorgimento, Zwangsarbeit Rhein-Erft-Rur, Bombenkrieg, Internationale Geschichte, Klassiker der Geschichtswissenschaft.

Zu jedem Thema werden in Unterpunkten Bibliographien, Biographien, Zeitleisten, Links, Quellen, verschiedene wissenschaftsspezifische Schwerpunkte, Grundlagentexte und Tagungsberichte angeboten.

Wenn man sich z.B. den Menüpunkt Klassiker der Geschichtswissenschaft ansieht, findet man viele bekannte Historiker des 18./19./20. Jahrhunderts wie Ranke, Droysen, Burckhardt, Theodor Mommsen, Kantorowicz etc. wieder, allerdings vermisse ich jedoch einen -meiner Meinung nach- wichtigen Namen wie den deutschen Verfassungs- und Wirtschaftshistoriker Georg von Below.
Zu den Lebensläufen und Werklisten dieser Wissenschafter gesellen sich, um das Bild ganzheitlich abzurunden, auch äußerst interessante Meinungen ausländischer, meist englischsprachiger Forscher zur betreffenden Person.

Länder

Der Menüpunkt Länder ist dem hochgestellten Ziel eines länder- und epochenübergreifenden Informationsaustausches gewidmet.

Man erhält hier eine interessanten Einstieg in die verschieden politischen und wirtschaftlichen Epochen von Estland, Frankreich, Großbritannien, Lettland, Litauen, Ostmitteleuropa, Polen, Slowakei, Spanien und Tschechien.

Das Ostmitteleuropaportal wird z.B. vom Herder-Institut, Marburg betrieben.

Recherche

Hier wird dem User ein Einstieg in eine kaum zu überschaubare Zahl an Institutionen, Fachzeitschriften, Literaturrecherche, Digitalisierte Quellen, Lexika und Nachschlagewerke und andere Fachportale.

Das Bildarchiv
http://www.prometheus-bildarchiv.de/ ist äußerst professionell gestaltet, allerdings muss man sich gebührenpflichtig anmelden, um die Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Wie man die Campuslizenz der Uni- Wien erwirbt, konnte ich trotz Verlinkung nicht herausfinden.

Lehre & Lernen


Im Punkt Lehre & Lernen soll die Nutzung des Internets im Rahmen der Universitäten erleichtert werden. Dazu gibt es Beiträge zur Archiveinführung, Computer im Geschichtestudium, Internet im Geschichtestudium, einen Webkatalog: Lehre und Internet, Geschichtsdidaktik, eine Kolumne über „Neue Medien“ und unzählige Links.

Fazit

Historicum.net im mit Abstand das beste und benutzerfreundlichste, interessanteste und facettenreichste Internetportal, das ich mir bisher angesehen habe. Ich werde hier bestimmt öfter mal vorbeischauen.

Tuesday, November 14, 2006

4. Aufgabe: Das historische Fachportal Clio-online

Clio-online

Das geschichtswissenschaftliche Internet-Portal Clio-online ist ein Projekt der Humbolt-Universiät zu Berlin, der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V., […] und der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen mit dem Ziel Historiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu vernetzen.
Angeboten werden unter anderem zahlreiche Online-Dienste und Zugang zu umfangreichen Online- Ressourcen.
Um die zahlreichen Angebote auch nützen zu können ist das Erstellen eines kostenlosen Benutzerkontos unbedingt erforderlich. Der momentane Stand an registrierten Historikern beträgt ca. 4500.

Hauptmenüfunktionen

Auf der Starseite finden sich 8 Hauptmenüfunktionen (Über Clio, Rezensionen, Web-Verzeichnis, Institutionen, Forscher/innen, Guides, Chancen, Suche) mit deren Hilfe man Zugriff auf die wissenschaftliche Informationsvermittlung bekommt.

Über Clio

Hier erfährt man alles zum Thema Fachkommunikation und Fachinformation. Das von der Humbolt-Universität gestartete Fachportal http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/ steht hierbei im Zentrum. Der Clio-online Newsletter informiert über die technischen und inhaltlichen Neuerungen der Seite. Im Impressum finden sich die führenden Köpfe des Projektes und deren Anschriften. Wer sich über die rechtlichen Einzelheiten von Clio-online informieren möchte, sollte in den AGB nachsehen.


Rezensionen

Unter der Menüfunktion Rezensionen findet man eine Suchmaschine, die je nach Lust und Laune mit historischen Begriffen gefüttert werden kann. Beim Thema „Euthanasie“ z.B. kommt man 74 Treffer, bei William Pitt auf 51 und bei Fritz Hartung auf 19 Treffer.
Die Erweiterte Suche bietet die Möglichkeit nach dem Volltext, Autor, Titel, Herausgeber und Rezensenten zu suchen. Nahezu unglaublich hört sich die Zahl von 35.524 (!) Rezensionen zu 29.393 Publikationen an.

Web- Verzeichnis

Das Web- Verzeichnis bietet eine Auflistung geschichtswissenschaftlicher Angebote im Internet. Zur Zeit finden sich ungefähr 7000 Artikel zu Forschung, Institutionen, Nachschlagewerken und Datenbanken. Das Historische Lexikon Bayerns z.B. ist ein redaktionell betreutes Portal zur bayerischen Geschichte.

Institutionen

Mit Hilfe dieser Menüfunktion kann man eine Suche nach den wichtigsten Archiven, Museen, Museen, Lehrstühlen, Vereinen, Verlagen und Bibliotheken starten.



Forscher/ innen

Diese Funktion soll den Meinungsaustausch unter den Fachhistorikern verbessern und auch dafür sorge, dass sich thematische Arbeitsgruppen bilden.

Guides

Die Clio-online Guides sind dafür gedacht dem User mit Hilfe von Überblicksartikeln ein gewisses Basiswissen zu vermitteln. Es gibt übergreifende, thematische und regionale Guides. Der übergreifende Guide informiert über Archive und wissenschaftliches Publizieren,
der thematische über Online-Landschaften, Frauen-, Männer- und Geschlechtergeschichte, Technikgeschichte und der regionale über Großbritannien und Irland, Italien, Österreich, Osteuropa, USA und die Schweiz.

Chancen

Hier kann man sich über Stellenangebote, Praktikumsplätze, Stipendien und Weiterbildung informieren.

Suche

Die Suchfunktion ist der eigentliche Einstiegspunkt in das Portal.

Tuesday, November 07, 2006

3. Aufgabe: Europabegriffe- und Vorstellungen


Europabegriffe und Europavorstellungen im 17. Jahrhundert

Sinn und Zweck dieser Hausübung war es anhand einer Checkliste, die Qualität der geschichtswissenschaftlichen Internetseite
www.univie.ac.at/igl.geschichte/europaquellen/ zu untersuchen.
Die Prüfungskriterien finden sich bei Henry J. Steffens, Mary Jane Dickerson, Wolfgang Schmale, Kurze wissenschaftliche Arbeiten schreiben. In: Wolfgang Schmale(Hrsg.), Schreib-Guide Geschichte. (Wien ²2006) S. 96-99.

Inhaltliche Kriterien

Die oben genannte Seite ist die Plattform eines von der Gerda Henkel-Stiftung (Düsseldorf) geförderten Projektes, das von unserem Lehrveranstaltungsleiter Prof. Dr. Schmale geleitet wird und sich zum Ziel gesetzt hat die Europabegriffe und Europavorstellungen des 17. Jahrhunderts zu erforschen. Als weitere Mitarbeiter des Projektes werden Mag. Felbinger, Mag. Köstlbauer und Mag. Wilckens genannt.
Oberstes Ziel des Projektes ist es neue Quellen zu erschließen und die gesammelten Erkenntnisse in einer Datenbank der Forschung zur Verfügung zu stellen.

Obwohl die Seite von einer privaten Stiftung finanziert wird, lässt sich eine deutliche personelle wie institutionelle Verknüpfung mit der Universität Wien erkennen, da sie als IGL-Seite abgerufen werden kann. In ihrem layout und von den Farben ist sie sehr schlicht gehalten, wohl um nüchterne Wissenschaftlichkeit zu betonen. Das zentrale Herzstück ist die Datenbank auf die man mit Hilfe von Schlagworten zugreifen kann.
Der internationale Charakter der Seite lässt sich nicht leugnen, zumal die Projektbeschreibung in Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch und Spanisch angeboten wird. Für die Datenbank selbst sind jedoch Deutschkenntnisse unbedingt erforderlich.

Die wissenschaftliche Zitierweise ist vorbildlich. Die Gestalter der Seite waren außerdem sehr darum bemüht eine Vernetzung mit anderen, in Umrissen dasselbe Thema behandelnden Webseiten herzustellen (vergl.
http://www.geschichte.uni-muenchen.de/gfnz/schulze/datenbank_autopsie.shtml).
Leider findet sich für die ab und zu auftretenden Fachtermini keine entsprechende Datenbank, die zu einer schnellen Klärung von Ungereimtheiten sicher von Vorteil wäre.

Als großes Manko empfinde ich das Fehlen von Bildern der Quellen aus dem 17. Jahrhundert, da Abbildungen sicher zu einem tieferen Verständnis des Themas beitragen.


Benutzerfreundlichkeit

Die Seite ist schlicht und einfach aufgebaut, was der Benutzerfreundlichkeit sehr zuträglich ist. Nicht ganz klar war mir allerdings die Anordnung der links zu den Quellen des 16. Jahrhunderts, die man in einer anderen Rubrik sicher besser unterbringen könnte.

Eine Druckfunktion ist meines Erachtens vollkommen unnötig, da sich mit der copy/paste- Funktion wunderbar alles in Word übertragen lässt.

Eine Rezension –etwa bei H-Soz-Kult- habe ich nicht finden können.