Tuesday, October 31, 2006

2.Aufgabe: „Studieren mit dem Computer“ von Gregor Horstkemper

Mit der zunehmenden Technisierung unseres Historikeralltages scheinen altbewährte Utensilien wie Karteikarten und Notizzettel ein Auslaufmodell zu sein. In dem von unserer Gruppe gelesenen Text werden die Vorteile des Computers und seiner nunmehr ach so „benutzerfreundlichen“ Software gepriesen und die Studenten auf den „Fortschritt“ eingeschworen. Nun scheint in der Tat die Flut an elektronischer Information stetig größer zu werden und Orientierungshilfe ist in diesem scheinbaren „Chaos“ absolut gefragt, denn die Vorteile des computergestützten Informationsmanagements liegen auf der Hand.
Textstücke können am Computer leichter verschoben werden, neue Fragmente lassen sich ebenfalls problemlos einfügen und die Suchfunktion, die mittlerweile jedes Textverarbeitungsprogramm besitzt, erleichtert das Finden von Notizen. Auch lassen sich Texte leichter gliedern, die Kopierfunktion ermöglicht das Zusammenfügen von verschiedenen Einträgen und die Rechtschreibüberprüfung deckt orthographische Unzulänglichkeiten sekundenschnell auf. Wer mit der Grammatik auf Kriegsfuß steht, findet mit einem Thesaurus selbst aus dem schlimmsten Satzlabyrinth. Die Fußnotenfunktion nummeriert in fortlaufender Zahlenfolge Querverweise zu wissenschaftlicher Literatur, Seitenzahlen und Grafiken können ebenfalls mühelos eingefügt werden. Wem die Bedienung von Microsoft Word Probleme bereitet, findet auf einer Seite der Universität Köln eine kostenlose Funktionserklärung.
Im Allgemeinen enthalten alle Office-Pakete eine Datenbanksoftware, die vom Benutzer frei gestaltet werden kann. Die Literaturverwaltungssoftware Citavi erlaubt zwar keine freien Texte, dafür ermöglicht eine Eingabemaske dem Benutzer eine systematische Ordnung seiner Daten, die er mit Hilfe von bestimmten Suchkriterien (Begriffe, Jahreszahl, Verlag) leicht wiederfindet. Literaturverwaltungsprogramme ermöglichen auch das Einschieben von Feldern, in denen Aufsätze kommentiert werden können. Lit-Link ist ein solches Literaturverwaltungsprogramm, das kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Eine aktuelle Orientierungshilfe findet man in der Online-Schrift: „Über Literaturverwaltungsprogramme“ von Joachim Eberhardt.
Zeitplaner und Adressverwaltungen sind eine zusätzliche Hilfe bei der Organisation des täglichen Lebens. Sie können die Arbeitsproduktivität erhöhen, allerdings sollte man das Verhältnis von Aufwand und Nutzen sorgfältig abwägen.

Die weltweite Verknüpfung von Computernetzen bringt es mit sich, das Millionen von Internet- Usern untereinander im Austausch stehen. Gerade deshalb ist das Internet eine hervorragendes Publikationsmedium. Dies hat mittlerweile auch die Geschichtswissenschaft erkannt und betreibt zahlreiche unentbehrliche wissenschaftliche Portale. Ein gewaltiger Nachteil des Internets ist freilich die ungeheure Menge an Information von extrem unterschiedlicher Qualität. Den wissenschaftlichen Meinungsaustausch hat zweifelsohne die E-Mail enorm beschleunigt.
E-Ressourcen mit Multimedialität und Durchsuchbarkeit werden Printmedien nicht vollständig ersetzen können, dienen aber als nützliche Ergänzung.
Erste Anlaufstation wird immer die Bibliothek sein.
Nichtsdestotrotz wird der Versuch unternommen „Virtuelle Fachbibliotheken“ einzurichten, die sich der Katalogisierung von Online-Daten verschrieben haben. Zu den namhaftesten gehören der „History Guide“, „InformationsWeiser Geschichte“ und „Clio-online“.
Die „Virtual Library Geschichte“ ist auf einzelne Epochen und historische Räume beschränkt. Für Osteuropäische Geschichte gibt es die „Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa“.
„Geschichte online“ stellt Materialien zur Einführung in die geschichtswissenschaftlichen Arbeitstechniken bereit und bietet dem Benutzer die Möglichkeit selbst zu publizieren.
Das Online-Tutorium „LOTSE“ ist auf die Neuzeit spezialisiert.
Zu den besten Nachschlagewerken zählen das „Biographisch-Bibliographische Kirchenlexikon“ und das „Historische Lexikon der Schweiz“, welches in Österreich noch ohne Pendant ist.
„H-Soz-u-Kult“ publiziert Rezensionen geschichtswissenschaftlicher Neuerscheinungen.


Kommentar: Der Text enthält äußerst nützliche Informationen über Online-Datenbanken, die sicher als nützlicher Stichwortgeber fungieren können. Was die „Computerisierung“ der Studienorganisation betrifft, werde ich mir jedoch eine gesunde Mischung aus elektronischer Datenverarbeitung und gutem altem Notizbuch beibehalten.

2 Comments:

Blogger Romberg said...

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7:55 AM  
Blogger Romberg said...

Die wesentlichsten Aspekte des Textes haben Sie gut zusammengefasst. An mancher Stelle hätte Ihr Beitrag kürzer sein können, aber nichtsdestotrotz gut gelöst.

Die Auflistung der verschiedenen Internetquellen hat mir gut gefallen. Jedoch wäre es besser gewesen, wenn Sie diese sofort verlinkt hätten. Denn schließlich schreiben Sie im WWW. Holen Sie dies doch noch nach.

11:42 AM  

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