Tuesday, November 28, 2006

6.Aufgabe: Analyse von pastperfect.at

Beschreibung

Das Internet-Portal www.pastperfect.at versteht sich als interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Zeitalter der Reformation und der Renaissance.
Mit Hilfe von mehr als 700 Texten von 60 verschiedenen Autoren soll der User einen tieferen Einblick in die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und technischen Gegebenheiten dieses Zeitalters gewinnen. Past Perfect wurde gestaltet in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien und VanGogh TV. Als Leiter des Projektes fungiert. Prof. Dr. Wolfgang Schmale.


Rundgang


Obwohl die Gestaltung der Seite auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheint, gibt das Portal nach einigem Ausprobieren Stück für Stück seine Geheimnisse preis. Zugang zu den mannigfaltigen Informationen und Themenkreisen bieten im Wesentlichen 4 Herangehensweisen:

*Durch Drehen oder Anklicken des Zeitrades kann man sich entlang des Zeitstrahles vor oder zurück bewegen.

*Die Suchfunktion ermöglicht blitzschnelle Informationssuche anhand von Stichworten.

*Die Themenfelder Musik, Wissenschaft, Geist, Entdeckungen, Medien, Frau, Gesellschaft, Religion, Kultur und Literatur ermöglichen den Zugriff auf ein breites Spektrum an epochenspezifischer Information.


*Last but not least lohnt sich das Herumwandern mit dem Cursor auf der Landkarte.


Zugänge

Als eher visuell veranlagter User findet man mit Hilfe der Landkarte am augenscheinlichsten zu den Informationen, da diese graphisch an mit einem bestimmten Ort, einer bestimmten Stadt in Verbindung steht. Eine zweite Möglichkeit sich genauer über die einzelnen geschichtlichen Aspekte zu informieren, bietet die Menüleiste am oberen linken Rand der Landkarte. Diese Menüleiste gliedert sich in die Punkte Ereignisse, Kontexte, Rezeption, Reflexion und Verlauf.

Unter der Rubrik Ereignisse findet man z.B. Informationen zur 1493 in Nürnberg geschaffenen Schedelschen Weltchronik.

Rezeption

Der Menüpunkt Rezeption hat die Aufgabe versucht die Wandlung von verschieden Begriffen und Ideen anhand eines Zeitstrahls anschaulich zu machen. So zeigt Prof. Schmale anhand der verschiedenen Interpretationen der „Jungfrau Europa“, dass Kunstwerke geistesgeschichtlich im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich vereinnahmt werden können.

Reflexion

Der Menüpunkt Reflexion bietet Medienwissenschafter die Möglichkeit durch Essays und Erfahrungsberichte einen interdisziplinären Meinungsaustausch mit der Geschichtswissenschaft zu betreiben. Dadurch soll zu neuen Assoziationen und damit verbundenen Fragestellungen angeregt werden.

Wissenschaftlichkeit

Obwohl von Wissenschaftern gestaltet, bewegt sich pastperfect.at in einem Graubereich zwischen wissenschaftlicher Detaildarstellung und populärwissenschaftlicher Präsentation.
Das Fehlen von Fußnoten und Literaturhinweisen spricht eher für letzteres.

Didaktische Prinzipien

Past Perfect versucht mit Hilfe von zahlreichen links zu vernetztem Denken anzuregen.
Von der Gestaltung her betrachtet erweckt pastperfect.at den Eindruck für keine spezifische Altersgruppe konzipiert worden zu sein.

Fazit

Wie bereits oben erwähnt, fällt es anfangs etwas schwer sich in diesem Portal zu orientieren. Man ist sozusagen gezwungen die geschichtliche Landkarte Europas von 1492-1558 auf eigene Faust zu erkunden. Bei diesem „Sich-Vorwärts-Tasten“ stößt man mitunter auf äußerst interessante Sichtweisen und geschichtliche Details, die in gängigen Überblicksdarstellungen kaum Beachtung finden. Die Menügestaltung wird jedoch mit der Zeit etwas anstrengend.

1 Comments:

Blogger Romberg said...

Da kann ich nur schreiben, einwandfrei analysiert. Man merkt, dass Sie sich für Pastperfect Zeit genommen haben und tief eingestiegen sind. Pastperfect veranschaulicht wunderbar, die Möglichkeiten, die das Web bietet, und sein größtenteils noch unerkanntes und unausgeschöptes Potential für die Geschichtswissenschaft bzw. Kulturwissenschaften. In der Weite der Geschichtswissenschaft steht dieses Projekt aufgrund seiner Hypertextualität noch alleine dar. Es stimmt, dass man sich an dieser neuen Rezeptionsart erst gewöhnen muss und ein Umdenken - weg vom linearen hin zum vernetzten Denken - vollzogen werden muss.
An dieser Stelle möchte ich Sie noch auf die aus LV resultierten Projekte mit dem Hypertextcreator hinweisen. Eine Liste der wichtigsten finden Sie auf der E-Learning Seite "Hist-e-Kult". (Leider erlaubt mir Blogger nicht diesen auch zu verlinken. Somit hier auf dem umständlichen Weg: http://www.univie.ac.at/hist-e-kult/node/110?PHPSESSID=2fa5bcdfa2537ee7428d79f72e8b6f23)

12:20 AM  

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