Tuesday, January 16, 2007

8. Aufgabe: Bloggen

Gasteiner, Martin/Krameritsch Martin: Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2.Aufl.,Wien 2006 (UTB), S.243-271


Wenn man den Nationalratswahlkampf 2006 auch im Internet verfolgt hat, dann ist einem schnell klar, welch wichtige Rolle Weblogs von Politikern bei der Kommunikation mit dem (Jung-)Wähler bereits einnehmen. Anders als in der Politik spielen Weblogs im Studium, ganz speziell bei der Publikation von wissenschaftlichen Texten eine noch unbedeutende Rolle.

Begreift man diese neue Präsentationsmethode jedoch als Möglichkeit den informellen Lernprozess zu fördern, so gelangt man zur Erkenntnis, dass hier eine enorme Erleichterung beim Wissensaustausch erreicht werden kann. Der Siegeszug der „kurzen Form“, der sich mit der intensiven Nutzung des Computers einstellte, erfordert jedoch einen besonders prägnanten, konkretisierenden, ja wenn nicht aphoristischen Schreibstil.
Zur Zeit sind lau einer Schätzung von
www.blogherald.com 70 Millionen Blogs weltweit online.

Definition

Unter einem Weblog versteht man eine regelmäßig aktualisierte Webseite, die eine Mischung aus persönlicher Homepage und einem Forum darstellt (=Web+Logbuch).
Besonders von Vorteil ist dabei, dass keine Programmierkenntnisse bei der Gestaltung von Weblogs vonnöten sind. Die publizierten Texte sind außerdem wie bei einem Tagebuch rückwärtschronologisch aufgelistet.

Vorteile

Weblogs können die Kommunikation mit Studienkollegen erleichtern, wenn es um Fachfragen zu bestimmten geschichtswissenschaftlichen Lehrinhalten geht. Die Kommentarfunktion ermöglicht einen Dialog, der zu einer starken Vernetzung führen kann.
Prof. Schmale versteht das Führen von Online Journalen als Manifestation eines Bewusstwerdungsprozesses, der durch Interaktion angetrieben und verstärkt wird.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass man sich auch im Internet der Wissenschaftlichkeit verpflichtet ist. Die genaue Quellenangabe und das korrekte Zitat zählen zum Berufsethos des Historikers.

Arten von Weblogs

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Weblogs. Für Neulinge empfiehlt es sich einen Blog bei einem „Host“ einzurichten, z.B. bei
www.blogger.com
Des Weiteren besteht für Fortgeschrittene die Möglichkeit einen opensource-weblog auf einem eigenen Serverplatz einzurichten, z.B. bei www.wordpress.de


Fazit

Weblogs können mit Sicherheit die Fachkommunikation zwischen den Studenten erhöhen. Damit eine stärke Vernetzung der Studenten erfolgt, müsste man aber die Veröffentlichung von Kur- oder Seminararbeiten in Weblogs verpflichtend festlegen. Eine Blogosphäre, die ein ganzes Institut umfasst würde ungeheuer dazu beitragen interdisziplinäre Ansätze zu weiter zu verfolgen.
Es muss aber auch klar sein, dass der Dialog in einem Blog kein Ersatz für ein reales und intaktes soziales Umfeld ist.

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